Operative Bilder in Kunst und Gestaltung – Was tun (mit) Bilder(n)?
Dr. des. Eva-Maria Gillich
Di, 10:00–16:00 Uhr
Raum 204
Anfang der 2000er Jahre führte der Filmemacher Harun Farocki den Begriff des operativen Bildes ein, um Bilder zu beschreiben, die von Maschinen für Maschinen erstellt werden. Damit rückten Bilder in den Fokus, die nicht für die Betrachtung durch den Menschen bestimmt sind, sondern in technischen Operationen aufgehen. Entsprechend betonte auch der Künstler Trevor Paglen 2014, dass operative Bilder ein neues visuelles Regime begründeten, da sie die Welt nicht repräsentierten, sondern beginnen würden, Dinge in ihr „zu tun“. Heute finden Operative Bilder finden u.a. Anwendung in der Medizin, Robotik, Werbung, Überwachung, Gesichtserkennung, Wettervorhersage und dem autonomen Fahren.
Im Seminar widmen wir uns operativen Bildern anhand der Lektüre theoretischer Texte und der gemeinsamen Betrachtung von Beispielen aus Design, Mode, Fotografie und Kunst. Eine zentrale Rolle werden künstlerische Arbeiten einnehmen, in denen Bilder mit Bildern kommentiert und analysiert werden. Gemeinsam fragen wir, wie man dem Umstand begegnen kann, dass Bildoperationen zunehmend mit Messpraktiken und Musteranalyse einhergehen, wie operative Bilder in der Gesellschaft wirken, welche Rolle sie im Design spielen, wie sie in zeitgenössischer Kunst thematisiert werden und welchen Bildbegriff sie fordern. Um operative Bilder in ihren unterschiedlichen Einflussbereichen (von Smart Homes über Satellitentechnologie bis zu planetarischen Prozessen) untersuchen zu können, werden wir uns im Seminar auch mit angrenzenden Konzepten beschäftigen (z.B. Ubiquitous Computing, Medienökologie). Da operative Bilder weniger etwas darstellen, als etwas tun, stellen wir im Seminar die Fragen,(1) was sie tun (und wie) und (2) wie wir ihre agency in unseren eigenen gestalterischen Prozessen thematisieren, reflektieren und fruchtbar machen können.
Das Seminar findet immer dienstags in zwei-wöchigem Rhythmus statt.
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Modulprüfung 19. Januar, 12:00 Uhr |
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| Prüfungsordnung 19 Medientheorie (1408) – 3 SWS, 4 CP Medientheorie II (1225) – 3 SWS, 5 CP |
Prüfungsordnung 24 Theorie und Diskus I-III (2100/2110/2120) – 4 SWS, 6 CP Theorie und Diskurs I, II (1050/1060) - Teilleistung 3 SWS, 6 CP |
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Sprechstunde Bitte per Mail vereinbaren. |
Vorbesprechung 13. Oktober, 12:00 Uhr Raum 204 |