Was ist eine öffentliche Äußerung? Welche Bedeutung, Wirkung und Konsequenzen hat sie?
Welche Arten von Text und Schrift gibt es in der Öffentlichkeit?
Welche Rolle spielt eine Galerie innerhalb einer Hochschule als öffentlicher Raum?
Wer nimmt Raum ein? Wer spricht? Worüber? Wer findet Gehör?
Was will ich sagen? Wie kann ich es in Worte fassen?
Was ist relevant, was zu persönlich?
Wie kann die Form von Schrift die Aussage eines Textes verstärken?
Ausgehend von Fragen wie diesen entwickeln wir eigene Texte, allein oder im Team. Wir experimentieren mit verbalen und visuellen Erzählformen und geben unseren Äußerungen eine grafische Form, die dessen Bedeutung visuell in Szene setzt und ihnen eine Stimme verleiht.
Kursziel:
Gemeinsam schreiben wir die ganze Galerie voll und präsentieren unser Werk am 18. Juni mit einer Ausstellung der Öffentlichkeit. Auf dem Weg zu diesem Ziel untersuchen wir die komplexe Beziehung von Inhalt, Form und öffentlicher Wirkung schriftlicher und grafischer Äußerungen. Unser Material sind Sprache und Schrift. Wir arbeiten gleichzeitig an Inhalt und Form, schreiben Texte und gestalten Buchstaben.
Struktur:
Der Kurs ist in drei Teile gegliedert. Zweitägige Blöcke im April und Mai bestehen aus Workshops zu Kalligrafie, expressivem Lettering und Textarbeit. Im Juni setzen wir das Ganze innerhalb von dreieinhalb Tagen um: Mit Pinsel und Farbe füllen wir die Galerie mit vielstimmiger Schrift. Anschließend laden wir die Öffentlichkeit zur Vernissage und einer Lesung ein und machen aus der Schrift an den Wänden wieder gesprochene Sprache.
Termine:
Vorbespr. Di 14.4., 11 Uhr, Zoom | Mo 27.4., 14–17:45 Uhr; Di 28.4., 9.30–17:30 Uhr | Mo 11.5., 14–17:45 Uhr; Di 12.5., 10–16:30 Uhr | Di 2.6., 10–14 Uhr, Zoom | Mo 15. bis Do 18.6., Umsetzung in der Galerie u. Ausstellungseröffnung